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Enwticklung und Trends: Patientenzahlen 2005

München: Nach dem teilweise erheblichen Rückgang der Patientenzahlen in den bayerischen Arztpraxen im vergangenen Jahr war im ersten Quartal 2005 ein Plus von rund vier Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal zu verzeichnen. Dies teilte die Kassenärztliche Vereinigung Bayerns (KVB) als Ergebnis einer ersten Analyse von rund 75 Prozent aller Abrechnungsdaten in München mit. Von diesem Anstieg waren allerdings primär die Hausärzte betroffen, die ein Plus von über neun Prozent aufwiesen. Bei den Fachärzten gingen die Fallzahlen hingegen weiter zurück, nämlich um 2,5 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Am deutlichsten machte sich der Rückgang bei den Frauenärzten bemerkbar, die gegenüber dem Vorjahresquartal, in dem sie bereits zu den am stärksten betroffenen Fachgruppen zählten, noch einmal einen Rückgang um sieben Prozent zu verzeichnen hatten. Im Zwei-Jahres-Vergleich sind die Fallzahlen insgesamt um rund sieben Prozent gesunken: Gegenüber dem ersten Quartal 2003 haben die Hausärzte ein Minus von gut zwei Prozent und die Fachärzte von über 13 Prozent zu verkraften.

„Man muss bedenken, dass Deutschland nach wie vor im europäischen Vergleich Spitzenreiter ist, was die Arzt-Patienten-Kontakte angeht. Insofern wäre ein moderater Rückgang der Patientenzahlen durchaus hinnehmbar. Alarmierend ist allerdings der überdurchschnittlich starke Rückgang bei den Frauenärzten und auch bei den Augenärzten, da hier zu befürchten steht, dass Patienten auf notwendige Arztbesuche verzichten, um die Zahlung der Praxisgebühr zu vermeiden“, erklärte Dr. Axel Munte, Vorstandsvorsitzender der KVB.

Nach wie vor hoch ist in Bayern die Quote der Patienten, die die laut Gesetz fällige Praxisgebühr in Höhe von zehn Euro direkt in der Praxis oder Ambulanz entrichten. Sie betrug im ersten Quartal 99,5 Prozent und lag damit nur geringfügig unter der Summe des Vorjahresquartals, die 99,7 Prozent ausgemacht hatte. Wer die Praxisgebühr nicht entrichtet - das waren in Bayern im ersten Quartal bei insgesamt knapp neun Millionen gebührenpflichtigen Behandlungsfällen immerhin auch über 40.000 Menschen –, erhält eine Mahnung. Der Vorstand der KVB hofft, dass noch im Mai auf Bundesebene endlich eine vernünftige Lösung hinsichtlich der Durchführung der Mahnverfahren gefunden wird, und appelliert an die Patienten, die zehn Euro möglichst beim ersten Besuch in jedem Quartal in der Arztpraxis oder Klinikambulanz zu zahlen, um den bürokratischen Aufwand für alle Beteiligten auf ein Mindestmaß zu reduzieren.

Quelle:
Presseinformation 19.05.05 (Kassenärztliche Vereinigung Bayerns)

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Anton Obermeier

Anton Obermeier

(Assistent der GF)
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